Günter Grass

Ooops!

Germany was rocked by the revelations last night that
Günter Grass, its greatest living author and doyen of the Left, was a
member of Hitler’s elite Waffen-SS.

The Nobel
laureate, who has been the country’s moral guide for decades, admitted
in an interview published today that he became a member of the infamous
Nazi corps at the age of 17.

I’m sorry, but this had me laughing like a drain. Why?

Grass, the author of dozens of plays and 11 novels, the most famous of
which, The Tin Drum, is an examination of wartime Germany, has long
been seen as the embodiment of the German zeitgeist. Throughout his
career he has famously criticised those unwilling to deal with
Germany’s Nazi past.

Being slightly more serious, being drafted into the Waffen SS (the armed troops that is, not the concentration camp guards etc) in the winter of 44/45 is rather different from volunteering for it in, say, 1935.

But still amusing, given his writings over the years.

2 responses

  1. dearieme Avatar
    dearieme

    What will the Grdniuaa say?

  2. Die deutschen Medien berichten zutreffend, dass die
    SS-Division,
    welche Grass angeblich nicht mehr erreicht haben
    wollte, zeitweise
    in der Normandie operierte. Das ist
    brisant und meines Erachtens so relevant dass ich es
    aus diesem Grund nicht etwa
    nur in Schweden oder sonstwo in der Welt wie
    Argentienien et cetera sondern vor allem auch aus
    aktuellem Anlass in Frankreich besprochen habe. Es
    folgt
    ein Auszug davon in französischer Sprache.
    [Günther Grass & l’indifférence de la Waffen-SS le 12
    août 2006 à 08H46].
    Le scandal actuel dans les médias allemands me semble
    plutôt une suite des examens ratés en cours et en
    train dans le champ vaste et très large d’une
    désinformation réussie dans la critique littéraire
    d’après-guerre allemande. Depuis la parution 1961 du
    livre de Guenther Grass ’Le Chat et la souris’; tous,
    qui avaient vraiment lu Günther Grass, ont eu
    connaissance d’esprit comme ce laureate du prix Nobel
    était une fois. Comparez s.v.p. Jean-Pierre LEFÈBVRE
    lorsqu’il écrit sa préface pour “Günter GRASS: LE
    TAMBOUR. Roman. Trad. par Jean Amsler. Paris, Seuil,
    1997, IX-625 pp., “Points, 347″ [trad. de DIE
    BLECHTROMMEL. ISBN 2-02-031430-4 (br.)] [Fre]École
    Normale Supérieure UMR 8547 du CNRS Pays
    germaniques:histoire, culture,philosophie 45 rue
    d’Ulm 75005 Paris”.N’est ce pas un bel exemple de la
    lassitude à l’indifférence lors du savoir incomplet?
    Jean-Pierre LEFÈBVRE écrit que ce livre est le
    monument definitif et le plus important contre les
    Waffen-SS et contre le fascisme.Günther Grass est
    considéré par des allemands comme l’instance morale
    contre la Waffen-SS.
    das in Frankreich
    ((„Das ist keine ernsthafte Belastung der Biografie“
    Günter Grass’ Bekenntnis zur Mitgliedschaft in der
    Waffen-SS sorgt für Wirbel. Welche Rolle spielte die
    Waffen-SS gegen Ende des Krieges, Herr Rürup?
    Die Waffen-SS galt in den frühen Kriegsjahren als
    militärische Elitetruppe. Sie entstand ursprünglich
    als paramilitärische Organisation der SS. Sie wurde
    besonders gut ausgestattet und häufig für
    Spezialaufgaben herangezogen. Propagandistisch wurde
    auch so getan, als sei die Waffen-SS unschlagbar.
    Ihre Struktur änderte sich dann im Verlauf des
    Krieges. Der Elitegedanke ließ sich nicht mehr
    halten, weil die Waffen-SS in den späteren
    Kriegsjahren nicht nur aus SS-Angehörigen bestand,
    sondern auch aus Ausländern. Das waren Freiwillige
    aus anderen europäischen Ländern. Zuletzt konnten
    auch Wehrpflichtige zur Waffen-SS eingezogen werden.
    Ab wann wurde das Prinzip der Freiwilligkeit bei der
    Waffen-SS aufgegeben?
    Das setzte 1943/44 ein. Die so genannten
    Eliteformationen, die sich durch eine besonders
    rücksichtslose Kriegsführung auszeichneten, waren
    sehr stark dezimiert. Gleichzeitig begann man, die
    Waffen-SS zahlenmäßig weiter auszubauen. Die Folge
    war, dass es nicht mehr ausreichte, auf Freiwillige
    zu setzen. Unter anderem setzte man durch, dass die
    Wehrpflicht bei der Waffen-SS abgeleistet werden
    konnte. Damit konnten Wehrdienstpflichtige relativ
    einfach zur Waffen-SS eingezogen werden.
    Was war der Unterschied zwischen Waffen-SS und
    Wehrmacht?
    Für den Einzelnen, der in der Endphase des Krieges
    Mitglied der Waffen-SS war, war vermutlich kein
    großer Unterschied zu spüren. Die Waffen-SS war in
    der Regel besser ausgestattet als die Wehrmacht –
    doch die Unterschiede wurden im Verlauf des Kriegs
    kleiner.
    Was ist über die SS-Division „Frundsberg“ bekannt, in
    der Grass diente?
    Die Waffen-SS verfügte 1944 über 38 Divisionen. Es
    gibt einige Divisionen, von denen schreckliche Dinge
    berichtet worden sind, insbesondere Kriegsverbrechen.
    Ähnliches ist mir über „Frundsberg“ bis jetzt nicht
    bekannt.
    Warum hat Günter Grass so lange darüber geschwiegen,
    wenn es doch 1944 durchaus nicht ungewöhnlich war,
    zur Waffen-SS eingezogen zu werden?
    Das verstehe ich auch nicht. Denn er hätte ja leicht
    darüber sprechen können, ohne in Schwierigkeiten zu
    geraten. Die Mitgliedschaft an sich ist keine
    ernsthafte Belastung der Biografie. Er wurde nicht in
    die SS rekrutiert, sondern in die Waffen-SS. Dadurch
    war er zwar mit der SS verbunden, aber es ist doch
    etwas anderes, ob man sich in früheren Jahren
    freiwillig zur SS meldete oder ob man gegen Ende des
    Krieges zur Waffen-SS eingezogen wurde.
    Wie bewerten Sie sein Bekenntnis?
    Als irritierend, aber nicht deswegen, weil er als
    17-Jähriger zur Waffen-SS eingezogen wurde, sondern
    deshalb, weil er das bisher nicht thematisiert hat.
    Irritierend ist, dass jemand wie Grass, der als
    moralische Instanz gilt, gemeint hat, er könne dieses
    biografische Faktum ignorieren. Dass er jetzt darüber
    spricht, mag vielleicht mit der Einsicht
    zusammenhängen, dass irgendwann doch jemand darauf
    stoßen wird und man deshalb lieber den Zeitpunkt
    selbst bestimmt.
    Reinhard Rürup ist emeritierter Professor für
    Geschichte an der Technischen Universität Berlin und
    war Leiter der „Topographie des Terrors“ in Berlin.
    Das Gespräch führte Fabian Leber.
    )Der Tagesspiegel, 14.8.2006)
    Hierzu findet sich folgende Vorausreaktion, die von
    mindestens einem
    Tag früher kommentiert ist.
    ((Talkingkraut
    … hält es nicht für seriösen Journalismus, wenn die
    FAZ diese Grass-Lappalie zu ihrer wichtigsten
    Nachricht im Hauptteil macht, dann dort noch dieser
    Lappalie den Leitartikel widmet, im Feuilleton dann
    noch mit einem Interview mit Grass auf zwei Seiten
    ihre ach so grassinteressierten Leser belästigt,
    diese Zeitung gehört doch bei Empfang in den Müll.
    Das entpuppt sich dann als das neue gemeinsame
    Biographieprojekt, die Zwiebel schält sich, wir
    müssen weinen, wir müssen weinen ob so einem tiefen
    Fall, aber als die Herrschaften um Schirrmacher und
    Fest die Zeitung für ihre Profitmache mit dem
    Untergang missbrauchten, war das schon vorherzusehen.
    Wenn eine Zeitung auf den Hund eines solchen
    gemeinen, widerlichen crossmarketings kommt, ist es
    das Beste sie zu vergessen.
    peterson (13.8.2006 21:56 Uhr)
    ) loc. cit. )

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